Status Quo

Virtuelle Lehrangebote werden an deutschen Hochschulen in verschiedenen Variationen und mit höchst unterschiedlichem Technologieeinsatz eingesetzt. Dabei ist die Reichweite der Angebote, ihr Umfang, der jeweilige Fachbezug sowie die Art der Durchführung so unterschiedlich wie die Zielsetzung, Rahmenbedingung und Durchführungskompetenzen der beteiligten Akteure. Das Spektrum reicht vom technologiebegeisterten Hochschullehrer, der – auf sich allein gestellt und ohne zusätzliche Finanzierung – die Angebotsentwicklung, technische Durchführung und Betreuung der Studierenden eigenständig auf die Beine stellt bis hin zu institutional und curricular fest verankerten, durch ein Netzwerk von Akteuren fachlich breit aufgestellten Angeboten, die nachhaltig über landesfinanzierte Programme abgesichert sind und durchdachte Qualitätssicherungs- und Reviewprozesse durchlaufen.

Für die Erstellung von Lehrmaterial ist die Verfügbarkeit von und der freie Zugriff auf digital vorliegendes Quellenmaterial essentiell – wie etwa auf Digitalisate von Kulturgütern oder Videoaufzeichnungen von Laborversuchen. Eine Vielzahl von frei zugänglichen Portalen gewährleistet die Bereitstellung.

An vielen Stellen sind virtuelle Lehrangebote bislang jedoch nicht über einen prototypischen Einsatz hinausgekommen und hängen vom Engagement einiger weniger Aktiver sowie von befristeten Förderprogrammen ab. In der standortübergreifenden Sichtbarkeit und Transparenz stellen sie eher Blüten und Zusatzangebote dar als integrativer, standardisierter Teil des regelbetrieblichen Hochschulalltags zu sein.