Name: Viktoria Wiebe
Beim elan seit: 7/2022
Rollen(n): Software Entwicklerin

Was hat dich ursprünglich zum elan e.V. geführt und was motiviert dich seit fast 4 Jahren beim elan e.V. zu arbeiten?
Bevor ich beim elan e.V. anfing, habe ich als studentische Hilfskraft im virtUOS der Universität Osnabrück gearbeitet. Da der elan e.V. und das virtUOS schon lange eng zusammenarbeiten, hatte ich zu dem Zeitpunkt bereits viel mit einigen Mitarbeiter:innen des elan e.V. zu tun und 2022 wurde mir dort ein Job angeboten. Lange überlegen musste ich nicht, ich kannte ja schon die netten Mitarbeiter:innen und das Untereinander und hatte eine gute Vorstellung von dem, was meine Arbeit ausmachen würde - also habe ich das Angebot angenommen. Auch wenn es erst fast 4 Jahre sind, kann ich guten Gewissens sagen, dass mich vor allem die bildungsnahe und für mich sinnstiftende Arbeit ist, die mich motiviert, zu bleiben und mitzuhelfen, die digitale Lehre zu unterstützen und voranzutreiben. Die Werte, die hier vertreten werden, passen auch gut zu meinen persönlichen Werten - der Fokus auf Open Source, ein gutes Miteinander auf Augenhöhe, gegenseitiges Vertrauen und Transparenz, das alles findet man nicht so oft zusammen in der Arbeitswelt.
Wie würdest du deine Rolle beim elan e.V. beschreiben und was sind typische Tätigkeiten und/oder Interaktionen mit Kolleg:innen, die deinen Arbeitsalltag prägen?
Aktuell steckt meine Rolle in einer Metamorphose: zuvor war ich größtenteils als Software-Entwicklerin an der Entwicklung von Stud.IP und Stud.IP Plugins beteiligt, z.B. bei der Courseware. Ich habe mich vorwiegend innerhalb meines Teams bewegt. Zukünftig soll ich am Hosting von Lern-Management-Systemen und allem rund um diese beteiligt sein und bilde mich entsprechend weiter. Die Zusammenarbeit und der Austausch mit den anderen Teams rückt jetzt mehr in den Vordergrund. Einen typischen Arbeitsalltag habe ich deswegen zurzeit nicht - aber die Abwechslung und der größere Austausch mit den anderen Teams gefallen mir und ich freue mich auch, dass ich mich in diese für mich relativ neuen Bereiche einarbeiten darf - ich kann mir quasi aussuchen, was ich machen will.
Welche ungewöhnliche „Superkraft“ bringst du ins Team ein?
"Superkraft" würde ich es eher nicht nennen, aber am ehesten würde mir da mein Psychologie-Studium einfallen - was bei IT-Menschen ja doch eher ungewöhnlich zu sein scheint 😀 Da ich das Psychologie-Studium tatsächlich auch abgeschlossen habe, habe ich einiges an Wissen und Erkenntnissen daraus mitnehmen können und bereue auch kein Stück, erst in einem anderen Bereich gelandet zu sein. Einige Bereiche der Psychologie sind direkt anwendbar, wie z.B. die Mensch-Maschine-Interaktion, aber auch andere Bereiche sind ganz nützlich für alle möglichen Aspekte der Arbeit - immerhin ist die Psychologie die Lehre vom menschlichen Verhalten und Erleben und in der digitalen Lehre lohnt sich durchaus ein genauerer Blick darauf, auch im Hinblick auf die Effektivität von dem, was wir da tun.
Woran arbeitest du gerade, das dich besonders begeistert?
Ich freue mich besonders auf meine neuen Aufgaben im Hosting-Bereich. Da wir aktuell diesen Bereich für die Lern-Management-Systeme aufbauen und ausbauen, gibt es noch viel Freiraum, um Dinge mitzugestalten. Etwas Neues zu Lernen macht außerdem immer wieder Spaß und einen guten Zweck für den elan e.V. hat es auch, da wir damit sowohl unseren Kunden besser unter die Arme greifen können, als auch unsere zukünftige Finanzierung unterstützen.
Was ist dein persönliches Rezept, um nach intensiven Arbeitsphasen wieder neue Energie und Kreativität zu tanken?
Pausen! Vor allem nach intensiven Arbeitsphasen sind kurze Pausen, in denen man sich entspannen und neu im Kopf sortieren kann, auch mal mit einem Tee oder Kaffee, sehr hilfreich für mich. Hier kommt vielleicht auch wieder mein innerer Psychologe raus, denn strukturierte Pausen zu machen ist tatsächlich wissenschaftlich fundiert und basiert unter Anderem auf Erkenntnissen aus der kognitiven Psychologie.
Welche drei Dinge dürfen in deinem Alltag auf keinen Fall fehlen?
Eine Tasse Kaffee oder Tee mit am Schreibtisch zum Arbeitsbeginn sind für mich schon lange ein Muss. Andere Dinge sind nicht unbedingt notwendig für mich - ich bin da sehr genügsam.
Was sind deine Lieblingsaktivitäten nach Feierabend?
Videospiele, Filme- und Serien schauen, Häkeln, Stricken, Lesen und Geschichten schreiben gehören schon zu meinen Favoriten. Einige dieser Hobbies habe ich leider schon länger nicht mehr verfolgt - das will ich allerdings bald wieder ändern!
Was fasziniert dich persönlich an Open Source, und warum hältst du es für so wertvoll für unsere Arbeit in der digitalen Lehre?
Der Community-Aspekt von Open Source hat mich schon immer fasziniert und die grundlegende Haltung, dass jede:r mitwirken kann, also dass viele verschiedene Menschen aus aller Welt zusammen kommen, um gemeinsam an einer Sache zu arbeiten, die dann wiederum allen frei zur Verfügung gestellt wird. Unsere Arbeit wird durch viele weitere Menschen unterstützt, die nicht bei uns oder für uns arbeiten. Das ist eine große Bereicherung für alle, sowohl für uns, als auch unsere Kunden. Außerdem gefällt mir der Aspekt der Transparenz - da der Code frei verfügbar ist, kann ihn jede:r prüfen und nachvollziehen. Open Source passt einfach vom Grundgedanken her schon perfekt in die Lehre, wo ja ebenfalls Wissen und Skills geteilt werden.
Schildere kurz, welche Bedeutung Open Source in deiner beruflichen Laufbahn für dich hat?
Open Source Projekte sind unser täglich Brot - in meinem Team arbeiten wir rein an Open Source Lern-Management-Systemen, die wir über Plugins und individuell für die Kunden anpassen, sodass sie den jeweiligen Anforderungen genügen. Aber auch sonst sind Open Source Projekte, vor allem Software, für mich immer sehr wichtig gewesen. So blieb es mir erspart, viel Geld für teure Lizenzen auszugeben, als ich wenig Geld zur Verfügung hatte. Hätte es diese Open Source Software nicht gegeben, hätte ich mein Studium vielleicht nicht abschließen können.
Wenn du einen „Open-Source-Wunsch“ frei hättest – was würdest du sofort umsetzen?
Eine schwierige Frage, aber ich glaube, ich würde mir effektive staatliche Unterstützung für Open Source Projekte wünschen.
Kaffee oder Tee? Beides
Was ist dein Lieblings Emoji? 🙈
Beschreibe deinen Arbeitsstil in drei Worten! Gemütlich, perfektionistisch, abwechslungsreich
Lieber im Code versinken oder im Teamworkshop brainstormen? Im Code versinken!
Welches Motto (oder Zitat) motiviert dich tagtäglich? Habe ich nicht wirklich, aber ein Zitat mag ich sehr gerne, das muss dann als Motto herhalten: "Keep away from people who try to belittle your ambitions. Small people always do that, but the really great make you feel that you, too, can become great." - wird Mark Twain zugeschrieben.
