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Waldemar Smirnow - Opencast Versteher seit über 12 Jahren

elan.inside - Die Menschen hinter dem Code

Name: Waldemar Smirnow

Beim elan seit: 03/2013

Rolle(n): Software Engineer

Was hat dich ursprünglich zum elan e.V. geführt und was motiviert dich seit 12 Jahren beim elan e.V. zu arbeiten?

In meinem Bachelorstudium der Informatik brauchte ich eine finanzielle Grundlage. Glücklicherweise wurde ich auf den Job beim virtUOS [Zentrum für digitale Lehre der Uni Osnabrück] angesprochen. Dort konnte ich praktische Berufserfahrung für mein Studienfach sammeln und mir gleichzeitig mein Studium finanzieren. Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht, schließlich ist es mein Traumberuf. Ich durfte in der Zeit beim virtUOS eine Videoaufzeichnungsanwendung TheRec entwickeln und mich im Anschluss mit Opencast (vormals Matterhorn) vertraut machen, einer freien, von der Community entwickelten, Videoaufzeichnungs- und Management Plattform. Der elan e.V. ist schon immer bemüht gewesen Entwicklungsressourcen hochschulübergreifend zu bündeln, um mehr Potential herauszuholen. So wurde ich (zunächst in Teilzeit) beim elan angestellt, der damals sehr eng mit dem virtUOS zusammengearbeitet hat. In den letzten 12 Jahren hat sich eine Menge verändert. Die mir wichtigen Aspekte sind jedoch weiterhin gleich geblieben. Wir sind weiterhin in großen Open Source Cummunities aktiv, haben ein hervorragendes Team und können unsere Arbeitszeit flexibel gestalten.

Wie würdest du deine Rolle beim elan e.V. beschreiben?

In den letzte 12 Jahre beim elan e.V. bin ich mit vielen Teilen des Opencast Ecosystems in Berührung gekommen und habe in vielen Bereichen Erfahrungen gesammelt. Dadurch weiß ich was die Grundgedanken hinter vielen Aspekten sind. Bei schwierigen Aufgaben oder wenn Kolleginnen oder Kollegen mal nicht weiter wissen, werde ich gerne um Rat gefragt. Bevor wir beim elan das Dienstleistungsgeschäft so richtig begonnen haben, habe ich viel Entwicklung gemacht. Da ging es viel darum, Code zu durchforsten, um Fehler zu beheben mit dem Gedanken, Patches möglichst schnell auszurollen. Seit ich im DevOps Team arbeite habe ich gelernt das Ganze auch aus der Admin Perspektive zu betrachten. Als Admin will ich wissen, ob der Patch überhaupt stabil genug ist und ich prüfe alles sorgfältig bevor ich es ausrolle, denn sonst ist der Supportaufwand hinterher höher. Diese beiden Seiten zu kennen und auch in Einklang zu bringen ist nicht immer ganz einfach, aber ich finde das sehr spannend.

Welche ungewöhnliche „Superkraft“ bringst du ins Team ein?

Ich betrachte die Dinge zuerst skeptisch und versuche frühzeitig Risiken zu entdecken und abzubauen. Denn gut vorbereitet ist die halbe Miete.

Woran arbeitest du gerade, das dich besonders begeistert?

Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich. Wenn diese überwunden sind, kristallisiert sich nicht selten eine Verbesserung, die wir an die Community zurückgeben. Am meisten begeistern mich Aufgaben, für die es nicht direkt eine Lösung gibt und für die ich mir erstmal Wissen aneignen muss, um eine Lösung zu finden.

Was ist dein Lieblings-Meeting beim elan e.V. und warum?

Ich freue mich immer auf das DevOps-Team-Meeting. Hier kann ich mit den Kollegen und Kolleginnen fachsimpeln und mich mit ihnen auf freundschaftlicher Ebene austauschen.

Welche drei Dinge dürfen in deinem Alltag auf keinen Fall fehlen?

Natürlich meine Familie, Freunde und Gesundheit. Das Materielle ist austauschbar.

Was sind deine Lieblingsaktivitäten nach Feierabend?

Nach Feierabend und am Wochenende gehe ich gerne Wandern oder mache Radtouren. Abends freue ich mich zusammen mit meiner Partnerin auf eine gemütliche Runde vor dem Fernseher. Und auch 3D Druck sowie Design wecken meine Begeisterung.

Was fasziniert dich persönlich an Open Source, und warum hältst du es für so wertvoll für unsere Arbeit in der digitalen Lehre?

Wissen zu Vermitteln und zu Verbreiten ist ein Grundgedanke der Lehre. Das gilt auch für Open Source. Wir können dabei viel lernen und unseren Beitrag leisten. Wenn wir gemeinsam an den Projekten entwickeln, dann schaffen wir schneller mehr. Die Hochschulen haben ähnliche Bedarfe im Softwarebereich. Da muss nicht jeder sein eigenes Projekt starten, sondern da kann man Ressourcen bündeln. Von einem Open Source Projekt profitieren ja alle in der Community.

Schildere kurz, welche Bedeutung Open Source in deiner beruflichen Laufbahn für dich hat?

Open Source Software lässt sich gut auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Bei Problemen ist die Fehlersuche deutlich einfacher, da man direkt im Code das Problem nachvollziehen kann. Eine Lösung ist auch für die Community von Nutzen. Damit wird ein stabiler und sicher Betrieb ermöglicht.

Wenn du einen „Open-Source-Wunsch“ frei hättest – was würdest du sofort umsetzen?

Mir fällt kein Bereich ein, zu dem es nicht schon mindestens eine gute Open Source Implementierung gibt. Ich hab mir schon oft die Frage gestellt, wo mir noch etwas fehlt oder was die Community vielleicht brauchen könnte. Und jedes Mal wenn ich eine Idee habe und mich informiere merke ich, dass es das schon gibt [lacht]. Viele Open Source Projekte werden aus der Not heraus oder aus dem Spaß am Entwickeln geboren und die Entwickler sind voller Elan dabei. Ich wünsche mir, dass Open Source Projekte mehr Aufmerksamkeit, Unterstützung und Engagement erhalten, weil sie das verdienen. Denn viele dieser Projekte werden von den Leuten in ihrer privaten Zeit umgesetzt. Da fehlen dann auch die Ressourcen um die ganzen Fragen aus der riesen Community zu beantworten und Support zu leisten. Das ist ja genau das, was wir beim elan tun.

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